Komturei Werben
Sanierung im Denkmal mit Hanf, Kalk und Lehm
Das junge Architektenteam vom Kollektiv OFEA saniert die historische Komturei in Werben. Das Gebäude soll ein neuer Mittelpunkt für das Dorfleben werden, im Verwalterhaus entstehen Ferienwohnungen.
Bauen ohne Zement
Das Team hat bewusst auf Zement verzichtet und Hanfsteine, Lehm und Kalk gewählt. Gleichzeitig galten strenge Auflagen der Denkmalpflege: Der historische Charakter musste erhalten bleiben, dazu kamen Anforderungen an Energieeffizienz und Barrierefreiheit.
Der Aufbau, Geschoss für Geschoss
Um die Bausubstanz vor Schäden zu schützen, kamen nur kapillaraktive Aufbauten infrage. Auch die Baukosten spielten bei der Entscheidung eine Rolle.
Souterrain: Hanf und Kalk, im Kellergeschoss dazu ein Kalkestrich ohne Zement.
Obergeschosse: Innendämmung aus Holzfaser mit Lehmputz und Lehmmörtel.
Dach: Zellulose, um die Schornsteine aus Brandschutzgründen Mineralwolle.
Diese Aufbauten erfüllen die Anforderungen der Denkmalpflege.
Wie es weitergeht
Im Langstall ist ein Haus-im-Haus-Prinzip geplant, langfristig sollen weitere Gebäudeteile saniert werden. Finanziert wurde das Projekt aus Eigenmitteln und Mitteln der Städtebauförderung. Stand der Angaben: 2024.




Fotos: David Feldbrügge